Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

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Do. 25.07.13
Wohin geht die Reise?
Lars Rüter
Wohin geht die Reise?

Eine kleine Geschichte aus Indien erzählt von einem Reiter, der im Galopp übers Land jagt. Ein alter Bauer auf dem Feld ruft ihm zu: „He, Reiter, wohin?“ Der wendet seinen Kopf über die Schulter und schreit zurück: „Frag nicht mich, frag das Pferd!“

Wahrscheinlich ähnelt unsere Lebenseinstellung oft der des Reiters: Nur vorwärts, nur schneller, schöner, besser, angenehmer muss alles werden. Welcher Preis dafür zu zahlen ist, ist gleichgültig – zunächst jedenfalls. Der Reiter meint, er könne die Verantwortung für seinen Weg dem Pferd übertragen. Aber es müsste doch umgekehrt sein: Er müsste sein Pferd beherrschen.

Ähnlich verlassen wir uns gerne auf das, was wir selbst geschaffen haben: Auf die Technik, auf den Fortschritt, auf den Staat, der schon alles regeln wird. Und wenn das Auto dann mal nicht fährt oder der Computer abstürzt, stehen wir dumm da, aber das sind noch eher harmlose Beispiele für solche Abhängigkeit.

„Wohin?“ – die Frage des Bauern an den Reiter ist angebracht. Wohin geht unsere Lebensreise, wer entscheidet darüber? Einzuhalten und darüber nachzudenken, tut sicherlich gut.

Gelegenheit ist da – im Gottesdienst, im Gespräch mit dem anderen, im gemeinsamen Nachdenken über die Frage, was unser Leben eigentlich bewegt.

KONTAKT

Lars Rüter

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Archivpflege
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Pastor/-innen
Lars
Rüter
Pastor
An der Kirche 3
27389
Lauenbrück
Tel.: 
(04267) 274
Sa. 01.06.13
"Soviel du brauchst"
Ingrid Radlanski
"Soviel du brauchst"

„Soviel du brauchst!“ (2. Mose 16,18) Das Volk Israel wurde gerade aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit. Sie hatten Hunger und Durst. Gott gab ihnen zu essen. Er machte sie satt. Er sorgte für sie, damit es ihnen gut ging. Er gab ihnen genug und jeden Tag wieder neu. Trotz seiner Fürsorge ermahnte er sie:  „Nehmt soviel ihr braucht, aber nicht mehr.  Ich werde jeden Tag neu für euch sorgen.“

„Soviel du brauchst“ sollst du nehmen.  Aber Gott bittet uns um verantwortliches Handeln.  Wir sollen es uns gut gehen lassen, aber nicht auf Kosten der Natur, der Gesellschaft, unserer Mitmenschen oder unserer eigenen Gesundheit.  Wir sollen keinen Raubbau begehen, auch nicht mit uns selber. Wir sollen Maß halten und für die Momente dankbar sein, die Gott uns jeden Tag neu schenkt.

„Soviel du brauchst“.  Im Alltag bleibt doch kaum Zeit, darüber nachzudenken.  Die Aufgaben, die täglich zu erledigen sind, halten uns in Trab. Sie geben uns oft das Gefühl, in einem Laufrad zu sein, ohne aussteigen zu können. Der Alltagsstress  lässt uns nicht los, und es bleibt das Gefühl der Zerrissenheit. Was fehlt, sind die Ruhe und die Entspannung, die geistige Wellness.

Sommerzeit ist auch Urlaubszeit. Eine Zeit, um den Alltagstrott zu unterbrechen: Eine Auszeit vom Stress in Schule, Beruf oder den alltäglichen Aufgaben. Urlaubszeit ist eine Zeit für Ruhe und Entspannung,  für Besinnung.

Und eine Zeit, um neue Kräfte zu tanken. Schön, wenn wir immer Urlaub hätten!

Aber: Warum nehmen wir uns nicht im  Alltag die Momente, den „Miniurlaub“ zum Auftanken? Im Alltag dürfen und müssen wir uns diese Zeiten erlauben und vor allem wahrnehmen. Den  Alltag einmal bewusst gestalten:  Sich hin und wieder Zeit für sich nehmen, anstatt permanent für andere da zu sein. Oder mit der Familie einen Ausflug machen, der zu einem Highlight für alle wird. Oder sich mit Freunden treffen.

Die Zeit der geistigen Wellness sieht für jeden anders aus. Aber erlauben Sie sich diese Zeit: „Soviel und was du brauchst“.

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Ingrid Radlanski

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